Citrix XenServer “Tampa”

XenServerLogo In dieser Woche gab es eine Citrix XenServer Masterclass zum nächsten Release mit dem Codenamen Tampa. Auch wenn es nur eine kurze Vorstellung mit Demonstration der Funktionen war so klingt einiges sehr interessant und der Funktionsumfang des XenServers wurde wieder erweitert.

  • Live Storage XenMotion – Verschieben einer laufenden Maschine von einem Storage auf einen anderen. Funktioniert von Lokal zu SAN, SAN zu Lokal sowie auch Lokal zu Lokal. Diese Storage XenMotion funktioniert nicht nur innerhalb eines Pools sondern auch zwischen zwei Pools.
  • StorageLink Verbesserungen – Zusätzlich zur bereits bekannten NetApp und Dell EqualLogic Unterstützung gibt es jetzt die Anbindung an EMC VNX.
  • XenServer Conversion Manager – Konvertiert Maschinen aus einer vSphere Umgebung in den XenServer Pool. Hierzu greift der Conversion Manager direkt auf das vCenter zu und kann die Maschine direkt übernehmen. Es ist kein Export auf einen temporären Storage erforderlich.
  • XenServer Nesting – XenServer kann als virtuelle Maschine auf einem XenServer installiert werden. Sicher keine Option für den Produktivbetrieb, aber für das Testen von Anwendungen und Funktionen eine klasse Sache.
  • Veränderungen in der Dom0. Ein dort laufender Agent kann nun Daten an SAP Instanzen liefern. Dies ist erforderlich für den Support von SAP auf Linux.
  • XenServer Tools sind nun auf MSI Basis und können besser automatisiert werden
  • Performance Optimierung für die Dom0
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Preisvergleich VMware vs. XenServer

citrix_handMal wieder ein wenig Öl ins Feuer, oder Wasser auf die Mühlen gießen. Auch wenn ich mich schon immer aus der Diskussion “besser / schlechter” herausgehalten habe – den Preisvergleich finde ich schon interessant.
Citrix hat auf seiner Website einen Vergleichsrechner bereitgestellt mit dem die Kosten für vSphere5 und XenServer verglichen werden können.

Ich habe, nur zum Spaß, ein aktuelles Projekt durchgerechnet. Bei einer eher konservativen Konsolidierungsrate von 5:1 ist VMware um den Faktor 4.5 teurer. Donnerwetter so deutlich hätte ich den Unterschied nicht erwartet.

Speicher einer XenServer VM erweitern (Update)

XenServerLogo Vor einiger Zeit habe ich in einem Artikel beschrieben wie man die Speicherkonfiguration einer XenServer VM anpasst wenn es mit der GUI nicht funktioniert. Dies ist immer dann nötig wenn eine Speicherkonfigurationen erforderlich ist die im XenServer nicht Template hinterlegt ist. Also immer dann wenn z.B. für ein 32-Bit Windows 7 Maschine mehr als 4 GB RAM benötigt werden. In meinem Fall war dies nötig da der Write Cache im Device RAM gehalten werden sollte. Gewünscht war die Konfiguration 4 GB RAM und 2 GB Write Cache. Dies erfordert 6 GB RAM für die virtuelle Maschine zugeordnet.

Die erforderliche Kommandozeile wurde mit Version 5.6 des XenServers verändert. Um die Speicherkonfiguration einer VM zu setzen ist folgendes erforderlich:

xe vm-memory-limits-set uuid=<uuid> static-min=<Wert> dynamic-min=<Wert> dynamic-max=<Wert> static-max=<Wert>

In diesem Citrix Forum Artikel ist es nachzulesen (Link)

Speicher einer XenServer VM erweitern

XenServerLogo Vor einigen Tagen hatte ich die Anforderung in einem XenDesktop Projekt bestehende virtuelle Maschinen mit mehr RAM auszustatten. In meinem Fall musste ich die VMs für die XenDesktop Umgebung auf 6 GB erweitern. Nur so war es möglich die gewünschte Konfiguration von 4 GB RAM + 2 GB Write Cache (im Device RAM) zu erreichen.

Die VMs waren ursprünglich mit 4GB pro VM erstellt worden und über die GUI des XenCenter ließ sich der benötigte Speicher von 6 GB nicht konfigurieren. Nach ein wenig Recherche bin ich auf folgende Artikel ( CTX126276 bzw. CTX126320) in der Citrix Knowledgebase gestoßen. Es liegt also am Template das zur Erstellung der VMs genutzt wurden (in meinem Fall „Windows XP SP3).

Hier nun die Schritte wie diese Limitierungen geändert werden können.

1. Ermitteln der UUID und aktuellen Speicherkonfiguration (Limits) für die gewünschte VM ermitteln.

2. Setzen der neuen Memory Limits (hier memory-static-max). Hier ist zu beachten das die Angabe des Speichers in Bytes erfolgen muss. Also in meinem Fall 6 * 1024 *1024 *1024 = 6442450944.

3. Prüfung ob es auch wirklich funktioniert hat 🙂

In diesem Beispiel wurde nur der Wer “memory-static-max” verändert. Insgesamt gibt es vier Parameter die sich mit dem Speicher einer VM befassen:

    • memory-static-min
    • memory-static-max
    • memory-dynamic-min
    • memory-dynamic-max

Genauer beschrieben ist dies im Administrators Guide ab Seite 69

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XenServer “Project Boston” – Beta

XenServerLogo Seit gestern ist die Betaversion für das nächste Release des Citrix XenServer verfügbar. Im MyCitrix Portal kann das “Project Boston” heruntergeladen werden. Im Artikel ist nicht genannt ob es sich dann um die Version 6.0 oder “nur” um 5.7 handelt. Die Betaversion soll, laut Information auf der Downloadseite, bis zum 10. Juni 2011 zur Verfügung stehen.

Auf der Ankündigungsseite werden folgende Features gegenüber XenServer 5.6 SP2 für die kommende Version genannt:

  • Vollständige Integration von StorageLink, Workload Balancing und Site Recovery in den XenServer bzw. die XenCenter Console. Somit ist die Notwendigkeit zusätzlicher Windows Maschinen nicht weiter erforderlich.
  • Basis ist der Xen 4.1 Hypervisor mit Open vSwitch und SR-IOV Support. der OVS (Open vSwitch) ist nun der Standard Netzwerkstack und muss nicht mehr optional aktiviert werden. In der Ankündigung steht nicht ob die Management Appliance für den OVS auch als Service VM immer vorhanden ist, aber es ist davon auszugehen. Der IO-SRV Support ist vor allem für die NetScaler VPX und SDX Versionen vorgesehen.
  • GPU pass-through für HDX Verbesserungen. Mit dieser Funktion kann eine Grafikkarte direkt einer VM zugeordnet werden. Dies ist vor allem für CAD Unterstützung von XenDesktop VMs erforderlich.
  • Importfunktion von VMware VMDK und Microsoft VHD Dateien direkt im XenCenter. Dies klingt für mich nach dem “Killerfeature” überhaupt und wenn es tatsächlich möglich ist eine VMDK oder VHD Datei direkt via XenCenter in einen XenServer zu importieren spart dies die lästige Installation des XenConverter in der Quellmaschine und die langwierige Konvertierung in den XenServer. Vor allem wäre es somit möglich eine VMware VM ohne Veränderung der Originale Maschine zu übernehmen.
  • Microsoft System Center Integration für Virtual Machine Manager 2012
  • Ein XenServer Host kann nun 1 TB RAM verwalten, eine Windows VM kann künftig mit max. 16 vCPUs und 126 GB RAM konfiguriert werden.
  • Für vereinfachte Updates eines XenServer Pools wurde der “Rolling Pool Upgrade Wizard” eingeführt.

Die neuen Funktionen klingen sehr vielversprechend und ein deutlicher Schritt in die richtige Richtung.

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