Citrix Lizenzserver Appliance

citrix Mit der Einführung des XenServer in der Version 5.6 hat Citrix auch hier die bekannte Art der Lizenzierung mittels Lizenzserver eingeführt. Somit können nun alle Produkte mit einem zentralen Lizenzierungsdienst verwaltet werden. Allerdings erforderte dies bisher einen, auf Windows basierenden, Lizenzserver in der Umgebung bereitzustellen. In einer XenServer Umgebung die zumindest theoretisch nur “Nicht Windows” Maschinen bereitstellt ist dies natürlich nicht unbedingt wünschenswert. Auf diesen Punkt hat Citrix nun reagiert und eine virtuelle Lizenzserver Appliance bereitgestellt. Es handelt sich dabei um eine kleine Linux (CentOS) Maschine mit einer vCPU und nur 128MB RAM.

Die Appliance steht zum Download über das “MyCitrix” Portal zur Verfügung und wird nach dem entpacken einfach über das XenCenter in die XenServer Landschaft importiert. Im Downloadpaket ist eine 15 seitige Dokumentation in Form einer PDF Datei enthalten. Dort wird der Import in das XenCenter und die Konfiguration detailliert und verständlich beschreiben.

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Nach der Konfiguration kann die Lizenzserver Konsole wie gewohnt über http://<URL&gt;:8082 aufgerufen und eine Lizenzdatei importiert werden. Natürlich muss die Lizenzdatei zuvor im MyCitrix Portal auf den neuen Servernamen ausgestellt werden. Nun fehlt eigentlich noch eine fertige Webinterface Appliance die auf ähnliche, einfache Art importiert und konfiguriert werden kann.

Startverzeichnis des Windows Explorer anpassen

In fast allen Citrix XenApp Landschaften in denen der Desktop z.B. für Thin Clients veröffentlicht ist, wird natürlich auch der Windows Explorer genutzt. Als Standard startet der Windows Explorer (unter Windows 2003) in der Ordner Ansicht mit dem Fokus auf “My Documents”.  Wird der Explorer über das Kontextmenü von “My Computer” ,oder “Arbeitsplatze” auf deutschen Systemen, gestartet wird der Fokus auf “My Computer” (Arbeitsplatz) gestellt. Laufwerke des Servers (C:, D:, …) die für den Benutzer nicht sichtbar sein sollen können über die Gruppenrichtlinien ausgeblendet werden.  Wenn der Explorer mit dem Fokus auf ein bestimmtes Laufwerk oder Verzeichnis gestartet werden soll gibt es einige Kommandozeilen Parameter die hierzu genutzt werden können.

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Normaler Aufruf des Windows Explorer über die Explorer.exe ohne die Übergabe eines Verzeichnisses oder eines Schalters.

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Aufruf des Windows Explorer mit dem Schalter /n

image Aufruf des Windows Explorer mit dem Schalter /e.
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Aufruf des Windows Explorer mit dem Schalter /root, H:\.

Bei H:\ handelt es sich in diesem Beispiel um eine Verzeichnis auf einem DFS Share

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Aufruf des Windows Explorer mit dem Schalter /select, H:\.

image Aufruf des Windows Explorer mit dem Schalter /e, /select, H:\.

Durch diese Schalter kann der Explorer entsprechen konfiguriert werden und der Benutzer landet an der Stelle die man als Administrator vorgesehen hat.

Doch ein kleiner Punkt wird dabei nicht angepasst. Es handelt sich um den Explorer den man durch einen Klick mit der rechten Maustaste auf den “Start” Knopf in der Windows Taskleiste aufrufen kann. Dieser startet, ungeachtet der getroffenen Einstellungen mit dem Fokus auf das Profilverzeichnis und somit in den meisten Umgebungen in "C:\Documents and Settings\%USERNAME%\Start Menu".

ExplorerSomit steht man früher oder später vor dem Problem mit dem Explorer. Der Benutzer macht, wie gewohnt, einen rechtsklick auf das Startmenü und startet von dort den Explorer – und welche Überraschung, er landet im Profilordner.

Da macht man sich die Mühe mit Ordnerumleitungen, Gruppenrichtlinien und dann sowas :-).

Natürlich kann man die rechte Maustaste über eine Gruppenrichtlinie in der Taskleiste deaktivieren, aber so wirklich “Benutzerfreundlich” ist es nicht. Aber auch dafür gibt es eine Lösung. Das folgende Beispiel leitet den Aufruf des Explorers in das Homelaufwerk (H:) um:

[HKLM\SOFTWARE\Classes\Folder\shell\explore\ddeexec]
@="[ExplorerFolder(\"H:\\\", H:\\, %S)]"

Im Artikel 307856 werden die Kommandozeilen Parameter für den Windows Explorer beschrieben.